Flieger - Hanspeter

Unfall 4.Aug. 1951

Wahrscheinlich die Orientierung verloren. 4.August 1951

Individuelles Training. Der Pilot, der bei der Flab Rekrutenschule in Emmen seinen
Leutnantsgrad abverdiente, flog zuerst von Emmen nach Dübendorf, wo er von
Flugdienstleiter August Müggler, der eine Woche später tödlich verunfallen
sollte, folgenden Flugauftrag erhielt: Geografie Flug auf der Route Dübendorf –
St. Gallen – Kreuzlingen – Schaffhausen – Tösstal – Rapperswil – Reusstal –
Brugg – Aarau – Solothurn, von dort zurück nach Emmen.


Der Start in Dübendorf erfolgte um 14.11 Uhr. Als sich der Pilot Lt Christian Lippuner nach 15.00 Uhr nicht meldete, erkundigte sich Emmen per Funk über den Standort, worauf er Buochs angab. Es wurde ihm mitgeteilt, dass der Platz Emmen wegen Vorübungen zu einem Meeting vorübergehend gesperrt sei.

Hierauf musste der Pilot Lt Christian Lippuner wohl selber den Entschluss zu einem Flug
in die Alpen gefasst haben. Der Flugweg ging über Brünig – Flugplatz Meiringen
– Gadmen Richtung Sustenpass. Gemäss Zeugenaussagen war das Wetter schlecht,
überall in den Bergen hingen Wolkenpakete.


Ein letztes Mal sah ein Augenzeuge, wie die Maschine steigend über Gadmen in den
Wolken verschwand. Aller Wahrscheinlichkeit nach traversierte der Pilot den
Sustenpass im Blindflug, und bald darauf erfolgte die Kollision auf dem Firn in
fast senkrechter Lage.


Ob der Milizpilot und Maschinentechniker nach
dem Sustenpass noch Sichtflug hatte, ist nicht bekannt. Es muss jedoch
angenommen werden, dass der Absturz wegen Orientierungsverlust geschah.   

 


 


Pilot Lt Christian Lippuner




Schweizer Luftwaffe
Flieger Staffel 21
Bausatz: Trumpeter 1:32






























Der Historische Teil aus dem Buch: „Gebrochene Flügel“
von Peter Brotschi