Flieger - Hanspeter

Unfall 2.Feb.1938

Bei Schneetreiben mit Stromleitung kollidiert            2.Februar 1938
 
Rekognoszierungsflug mit vorgeschriebenem Flugweg. Der Start erfolgte in Thun um 13.12 Uhr. In der Gegend von Burgdorf geriet das Flugzeug in ein leichtes Schneetreiben, das sich immer mehr verstärkte.

Der Pilot beabsichtigte deswegen, auf dem ihm bekannten Landeplatz Ey zwischen Burgdorf und Kirchberg vorsorglich zu Boden zu gehen. Für die Durchführung der Landung holte er über Kirchberg aus, um etwa 100 Meter längs der Emme, die ihm zur Orientierung diente, den Anflug vorzunehmen.

Die Schneeschauer setzten zu diesem Zeitpunkt die Sicht auf ein Minimum herab. Der Pilot sah dennoch die im Anflugsweg stehenden Hochspannungsleitung Bickigen – Bern vor sich und versuchte ein Überfliegen der Drähte.

Das Fahrgestell erwischte aber den Nullleiter, worauf das Flugzeug ziemlich steil nach vorn kippte und auf dem Boden aufschlug. Dabei köpfte die C – 35 noch den Mast der Stromleitung des Bauernhauses Sandegg, sodass die Leitung auf einer grossen Länge umgelegt wurde.

Die Besatzung wurde verletzt und ins Bezirkspital Burgdorf überführt, das Flugzeug war völlig demoliert.




Zerstörter Rumpf der C - 35 
Unfallfoto aus dem Schweizersisches Bundesarchiv Bern E 27 / 15867
 



Flugzeugtrümmer der C - 35
Unfallfoto aus dem Schweizersisches Bundesarchiv Bern E 27 / 15867


Der Historischer Teil dieses Berichtes ist aus dem Buch:
 "Gebrochene Flügel" vom Autor Peter Brotschi
Die Unfallfotos sind aus dem Schweizerischem Bundesarchiv in Bern

Unfallfoto aus dem Schweizersisches Bundesarchiv Bern E 27 / 15867



Einen Unfallbericht mit Fotos ist beim Autor erhältlich