Flieger - Hanspeter

Sopwith Triplane

Sopwith Triplane
 
Im Mai 1916 flog der bemerkenswerte einsitzige Dreidecker Sopwith Triplane Aufklärer zum ersten Mal – nur wenige Wochen nachdem ein anderes erfolgreiches Muster, die Sopwith Pup, ihren Erstflug hatte. Was den Typ so einzigartig machte, war nicht die Verwendung etlicher Konstruktionsmerkmale der Pup und der 1 – Strutter sondern die drei Tragflächenlagen, die zum ersten Mal für ein Jagdflugzeug aus Serienproduktion verwendet wurden.

Für die Konstrukteure von Sopwith war dies ein kühner Entwurf, der grosse Vorteile in Bezug auf die Manövrierbarkeit und Gesamtleistung mit sich brachte. Für den Entwurf mussten völlig neue Überlegungen in Bezug auf Aerodynamik, Geometrie und strukturelle Gegebenheiten eines derartigen Flugzeugs des Typs Sopwith Triplane so schnell wie möglich nach Frankreich entsandt werden konnten.

Nur etwa zwei Wochen nach dem Erstflug kam der Prototyp auf dem RNAS – Stützpunkt in Dünkirchen an. Und kaum 15 Minuten nach ihrer Ankunft bei der „A“ – Squadron der Royal Naval Air Services in Fumes wurde die Maschine auf einen Abfangeinsatz gegen ein deutsches Flugzeug geschickt. Obwohl Bestellungen vorlagen, die einen Einsatz der Triplane sowohl bei den RNAS als auch beim Royal Flying Corps vorsahen, erhielten nur die RNAS Flugzeuge für den Kampfeinsatz in Frankreich.

Die französische Marine – Luftstreitkräfte bildeten ebenfalls eine Staffel, die die Triplane flog. Bis Mai 1917 waren mehr als 50 Maschinen des Typs Sopwith Triplane in Frankreich in Dienst gestellt. Seite an Seite mit der Pup eroberten sie ein Gutteil der Lufthoheit zurück,
die deutsche Maschinen in den Vormonaten errungen hatten, wobei sie die weniger wendigen deutschen Doppeldecker leistungsmässig beständig in den Schatten stellten.

Die Dreidecker wurden von ihren Piloten ausserordentlich geschätzt und so erhielt der Typ von ihnen auch den liebevollen Spitznamen „Triphound“. Sie genossen im Luftkampf einen so hervorragenden Ruf, dass deutsche und österreichische Konstrukteure rasch eigene gleichwertige Entwürfe fertigten. Von diesen erreichte jedoch nur ein Flugzeug Serienreife und eine weitverbreitete Indienststellung, der berühmte und gefürchtete Dreidecker von Fokker.

Die Sopwith – Typen waren nur mit einem Maschinengewehr bewaffnet und waren dadurch ab 1917 gegenüber schwerer bewaffneten feindlichen Jägern im Nachteil. Sie erlitten schwere Verluste, aber mit der Einführung der schwer bewaffneten Sopwith – Camel im Sommer 1917 wendete sich das Blatt für die alliierten Streitkräfte wieder. Viele Fliegerasse flogen die Sopwith – Triplane, darunter der australische Flight Lieutenant R.A. Little, der von 47 Luftsiegen alleine 24 mit diesem Typ errang, bevor er am 27. Mai 1918 im Einsatz getötet wurde.

Dieser Bausatz stellt seine Maschine „BLYMP“ dar. Ein 130 PS starker luftgekühlter Clerget 9B-Umlaufmotor (bzw. ein 110 PS starker Clerget 9Z oder 110 PS starker Le Rohne
9 J ) verlieh der Sopwith – Triplane eine Höchstgeschwindigkeit von 182 km/h (113 mph) auf 1.981m Höhe (6.500 ft.) Spannweite: 8,07m (26ft. 6in.), Länge: 5,73m (18ft 10 in.), Höhe: 3,20m (10ft 6 in.).

Der Bausatz ist ein Revell - Bausatz 1:72 und stellte eine Maschine dar die in Frankreich flog.

Sopwith Triplane N5493 "BLYMP", No. 8 Squadron,
Royal Naval Air Service, St.-Eloi, Frankreich, Mai - Juli 1917