Flieger - Hanspeter

Unfall 24.März 1950

 

                                Zur Errinerung
                                                      24.März 1950   Mit gerissene Rollen in den Boden

 Trainingskurs Fl St 21 in Meiringen. Schiessübung im Seeland bei Finsterhennen mit anschliessender alleinigerBeobachtungsübung bei Niederbuchsiten.

Nach Beendigung der Schiessübung trennte sich Albert Baer wie vorgesehen vom Verband, absolvierte seine Beobachtungsübung (neuere Fabrikanlage am nördlichen Ausgang von Niederbuchsiten mit einem eingeschlossenen Hof) und machte sich dann quer übers das Emmental auf den Rückweg
  nach Meiringen.

In der Gegend des Kurhauses „Chuderhüsi“ flog er gemäss Zeugenaussagen gegen die Schindellegi

hinunter, dann kurz 200 Meter über dem Talgrund,

um in der Gegend von Jassbach nach Süden abzubiegen und
gleichzeitig
in einen relativ steilen Steigflug überzugehen.

Durch diesen Steigflug geriet der Pilot in die Nähe der geschlossenen Wolkendecke, sodass er wohl das Flugzeug auf den Rücken legte und nach unten „herauszog“.


Beim Aufrichten kam es zu einer Mehrzahl von gerissenen Rollen im Uhrzeigersinn.
Die Maschine kollidierte in der Folge mit einem Wald, was zum sofortigen Tod des ledigen Kaufmannes und Milizpiloten sowie zur Zerstörung des Flugzeuges führte.


Der Unfall war wahrscheinlich einer nicht sehr angenehmen Eigenschaften
der Typs P-51 D Mustang zuzuschreiben;


Dem unvermittelten Übergang in gerissenen Rollen, sobald der Pilot bei nur leicht schiebender Bewegung des Flugzeuges eine etwas brüske Steuerbewegung in Richtung Ziehen durchführt.

                                                                                                                                                                      


                                                                                                                                 

                                                                          Pilot: Oblt Baer Albert
                                                                            Flieger Kompanie 21
                                           



Trümmerteile des Rumpfes und Cockpit der Mustang P-51D



Mustangtrümmer zerstreut am Waldrand und auf der Wiese
 

                                                         Foto: Schweizerisches - Bundesarchiv Bern 

                                                                      E 5460A  1000/906   Band 131


 


Diese zwei Bilder wurden vom Korporal Walter Hagenbucher gemacht
der in der Nacht vom 24. März auf den 25. März 1950 Wache stehen musste

 Das Modell ist ein Revell - Bausatz im Massstab 1:48







Diverse Teile der Mustang die am Unfallort gefunden wurde.


Überbrückungsteile der Batterien


Diverse kleinteile vom Cockpit und Overall des Piloten Oblt Albert Baer




Nach 59 Jahren im Boden gefunden! Scharfe Munition der Bordkanonen.


Wartungsdeckel der Mustang von Oblt Baer


Der Historischen Teil ist aus dem Buch von Peter Brotschi "Gebrochene Flügel"
Foto vom Pilot Albert Baer ist aus dem Schweizererischen Bundesarchiv Bern.
E 5460A 1000/906, Band 131
Den vollständigen Bericht mit Unfallfotos sind zum selbstkostenpreis von 45.Franken beim Autor erhältlich.