Flieger - Hanspeter

Stranraer PK-551

Supermarine Stranraer PK-551 (Flugboot) der RAF

 Das „Stranraer“ – Flugboot wurde von R.J Mitchell entworfen und war eins einer langen Serie von Aufklärungsflugbooten, die von Supermarine für die R.A.F. gebaut wurden.

Es wurde 1936 in Dienst genommen. Die Erfahrungen, die Supermarine mit der „Southampton“ und den „Scapa“ – Bewachern gemacht hatte, kamen der Entwicklung des „Stranraer“ sehr zugute.

Viele Verbesserungen wurden vorgenommen, davon war besonders bemerkenswert die ausschliessliche Metallstruktur. Zu dieser Zeit war das „Stranraer“ ein wirkungsvoller Zusatz zur R.A.F. und viele wurden mit amerikanischen Motoren in Kanada gebaut.

Anfang des 2.Weltkrieges wurden sie jedoch aus dem aktiven Dienst gezogen, obgleich sie noch 1942 benutzt wurden. Tatsächlich flogen Muster dieses schnittigen Flugzeuges langen nach Ende des Krieges.
 
 
Details:
Spannweite:                                     26m
Länge:                                              17m
Motoren: 2 Bristol Pegasus       1000HP
Geschwindigkeit:                        266 kph
Bewaffnung:3 Lewis Maschinengewehre
Maximale Bombenzuladung:        499kg
 
 
Der Bausatz:

 Das Modell ist ein alter Matchbox 1:72 der mir ein Freund mal Geschenkt hat.
 
Bau und Farbe:

Da es für mich eine Herausforderung war einen Doppeldecker zu bauen habe ich mich mit Literatur und Informationen im Internet eingedeckt, ist ja schon ein Ding so einen Doppeldecker.

Wichtig ist das man den Bauplan sorgfältig anschaut und im Geiste schon im voraus sieht wie und was für schritte zu tun gibt, wie man vorgeht. Einen solchen Vogel zu bauen ist ganz was anderes als Jagdflugzeug wie Messerschmitt, Spitfire oder Mustang. Also gab ich mir eines Tages einen ruck und habe mal angefangen.

Vom Bausatz her konnte ich drei verschiedene Varianten bauen, ich entschied mich für die Getarnte Version. RAF.No.240 Squadron. Scotland. Juli 1940-April 1941.

Zuerst habe ich den Cockpitboden, Sitz, Steuerrad und Pilot gesäubert und im gleichen Arbeitschritt die Rumpfsegmenten zurecht gemacht. Die Trennwände, Cockpitboden und Fenster eingeleimt.
Die Fenster wurden sorgfältig mit Klebeband innen und aussen abgedeckt nachher ist der ganze Innenraum mit Revell-Basic-Lack grundiert, nach dem trocknen mit RAF Interior Green von Modell-Master mit der Airbrushpistole gespritzt. Der Pilot ist mit Pinsel angemalt, das Steuerrad wurde mit Holzfarbton überzogen. Als der Innenraum getrocknet ist sind die Klebestreifen der Fenster auf der Innenseite abgenommen, die Rumpfsegmente sind zusammengeleimt mir Klebeband fixiert worden. Der Deckel auf dem Rücken wo später das Lewis-Maschinengewehr kommt  eingeleimt. Die Öffnungen bei dem die Lewis-Maschinengewehre später hinkommen sind abgedeckt das keine Farbe mehr hinein kann. Während der Rumpf trocknete Bastelte ich einen Helling um die Maschine draufzustellen, damit ich die gleichen Abständen bekomme. Um die Flügel und später wenn das Höhenruder an den Rumpf geklebt wird genau ausrichten kann, damit es sich nicht verzieht. Die oberen und unteren Flügelhälften sind zusammengeleimt mit Klebeband fixiert. Nachdem alles sauber verleimt und getrocknet ist habe ich die Maschine auf den Helling gestellt und ausgerichtet, die unteren Flügel sind angeleimt, desgleichen auch das Höhenruder. Das ganze ist Massstäblich auf dem Helling ausgerichtet zum trocknen auf die Seite gelegt.

Wichtig ist das in dieser Bauphase den Leim gut Durchgetrocknet wird damit es richtig fest wird. Nach zwei tagen wurde das ganze verschliffen, zwar musste der Rumpfrücken gut verspachtelt und verschliffen werden. In dieser Bauphase musste ich den Vorgang ein paar mal wiederholen bis ich zufrieden war, die Streben für die Tragflächen sind auch gesäubert und an dem unteren ende vermessen damit ich dann die Löcher in die untere Tragfläche Bohren kann. Nachdem ich auf der Tragfläche die Stellen angezeichnet habe wo die Löcher hinkommen musste gebohrt werden, zwar wurde ein Bohrer mit 0,20mm Durchmesser genommen und es ging los mit Bohren, Bohren, Bohren  bis die Finger fast wund wurden. Als endlich die Löcher alle zustanden kamen habe ich das ganze mit Revell-Basic-Lack grundiert. Das Tarnmuster auf der oberen Seite des unteren Flügels  wurde nach Bauplan zuerst H-27 Matt Sea Grey nachher umgekehrt mit H-31 Matt Slate Grey, in der oberen Innenhälfte der Flügel sind nach Farbschema Vierecke gespritzt H-91 Matt Black Green. Die Rumpfunterhälfte ist mit Alu überzogen, Rumpf Oberseite ist auch das Tarnschema angebracht worden, die untere Hälfte der Flügel ist nicht mit Farbe übermalt worden um später die Flügelverspannung durchziehen zu können.

In der Zwischenzeit sind die Motorgondel und die Mittelflügel zusammengesetzt und verleimt, die Motoren grundiert mit Stahlfarbe gespritzt mit ein bisschen Alu Farbe Gedriebrusht. Auf der rechten Seite passte der Motor wunderbar an die Motorgondel, der Motor auf der linken Seite musste mit ein bisschen Plastikcard hinterlegt werden damit der gleichen abstand bekam wie der rechte Motor. Der Ring für die Motoren ist zusammengesetzt, grundiert die untere Seite mit Alu nachher die oberen Hälfte mit dem Tarnmuster gespritzt. Die Auspuffe und den vorderen Ring sind mit Kupferfarbe gespritzt. Die mittleren Flügelhälften inklusive Mittelstreben und Motorgondel sind auf die Flügel und Rumpf angebracht gleichzeitig ausgerichtet und zum trocknen zur Seite gelegt.

An den oberen Flügelhälften nachdem sie zusammengeleimt und getrocknet sind wurden die Löcher von 0,20mm gebohrt um die Spanndrähte aus Perlonschnur von 0,15mm Dicke durchzuziehen können. Die oberen Aussenflügel sind auf der untere Seite mit Alufarbe gespritzt nachher sind sie an die Mittelflügel angeleimt, die Flügelstreben sind angebracht und ausgerichtet worden. Als dies alles schön getrocknet ist wurden die Perlonfäden durch die Löcher gezogen, dabei ist es ganz gut wenn man zwischendurch eine Kaffeepause machen kann dass geht ganz schön an die Substanz. Nach ein paar tagen ist es doch geschafft, Fäden sind durchgezogen mit Klebeband fixiert und Perlonschnüre mit Sekundenleim festgeleimt, das ganze zwei tage zum trocknen, damit es ganz sicher hält auf die Seite gelegt.

Die überstehenden Fäden wurden abgetrennt, die Löcher mit Putty verspachtelt und verschliffen. Das ganze Oberteil des Flügels ist sorgfältig abgeklebt und grundiert worden, die Tarnung wurde aufgespritzt und mit Klarlack überzogen. Die stützen und die Schwimmer sind zusammengesetzt, Löcher gebohrt, grundiert und das Tarnschema nach vorgegebenen Muster aufgespritzt. Die untere hälfte ist mit Alufarbe überzogen. Nachdem alles schön getrocknet ist, sind auch hier die Perlonfäden mit Sekundenleim befestigt worden. Das ganze wurde da es zwei Schwimmer sind links und rechts an den unteren Flügel angebracht, ausgerichtet und zum trocknen wieder auf die Seite gelegt. Als dies schön fest war sind die Spanndrähte angebracht und wieder mit Sekundenleim befestigt worden.

Die Maschinengewehrringe sind an drei stellen angebracht worden nachdem sie bemalt worden sind. Die Kabinenhaube ist mit Klebestreifen abgedeckt und Lackiert, desgleichen auch die
Lewis-Maschinengewehren.
 
Die ganze Motorpartie mit Kühlerringe ist angebracht, Propeller wurde mit schwarzer Farbe und an den Propellerspitzen mit gelber Farbe gemalt, auch die Propellernaben sind mit Alufarbe gespritzt. Die Räder Radstreben sind mit H-27 Matt Sea Grey, die Pneu Mattschwarz überzogen, den Stützwagen für den hinteren bereich wurde verstärkt, die Räder wurde in der mitten wo die Achse hinein kommt aufgebohrt mit Sekundeleim eine gekürzte Stecknadel angebracht damit das ganze stabil ist.

Meistens ist das Plastik wenn es tragende Funktion hat zu schwach. Kabinenhaube wurde eingeklebt, nachdem alles bereit war ist an den stellen wo die Decals angebracht werden mit Glanzlack überzogen die Decals ausgeschnitten und angebracht. Das ganze nochmals mit Glanzlack überzogen, als dies getrocknet ist mit Mattlack nochmals übersprüht.

Die Lewis-Maschinengewehre sind dementsprechend platziert, Propeller wurden angebracht und die Antennendrähte mit Sekundenleim befestigt. Ganz schwach wurde Auspuffspuren mit der Pistole aufgesprüht, als dies alles fertig ist sind die Klebebänder an sämtlichen Fenster entfernt worden.

Zum ersten mal steht die Stranraer  in voller Pracht auf dem Präsentierbrett und macht einen schönen Eindruck, obwohl der Bausatz ziemlich Nerven und viel Kaffee gebraucht hat, ist dies eine wunderbare Erfahrung gewesen.